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Panzerjäger „Nashorn“

von Andreas Maleika (1:35 verschiedene Hersteller)

Panzerjäger „Nashorn“

Heute möchte ich euch ein Modell des Panzerjägers „Nashorn/Hornisse“ vorstellen. Eigentlich handelt es sich um einen Bausatz der Firma Dragon, der schon vor Jahren als ihr Erstlingswerk auf den Markt gebracht wurde. Mit der Umsetzung ins Modell hat Dragon sich zu diesem Zeitpunkt wohl übernommen, leider gibt es jede Menge Fehler, die bei sorgfältiger Recherche hätten vermieden werden können.

Panzerjäger „Nashorn“

Die bescheidene Ausführung des Bausatzes führte mit der Zeit zu sehr umfangreichen Änderungen und dem Austausch diverser Bauteile, so dass letztendlich nur die Wanne von der Konkursmasse übrigblieb. Der gesamte Aufbau darüber wurde in Eigenregie erstellt, mit Ausnahme des Hecks und der Seitenwände, die steuerte Lionroar bei.

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Die PaK sowie das Laufwerk stammen von AFV-Club, die Munitionsschränke sind Ätzteile von Part, Rauten- und Pickelbleche, Scharniere und die Funkstation kommen von Aber. Die Granaten sind alte Resinteile von Verlinden, die Kette von Friul. Das Meistepasste sehr gut, so dass sich die Nacharbeit sich in Grenzen hielt. Lediglich die Anpassung der halbrunden Schilde der PaK erwies sich als knifflig, dieser Bereich musste neu aus 0,3 mm Alublech angefertigt werden.

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Panzerjäger „Nashorn“

 

Als Referenzmaterial dienten Ausgaben von „Nuts & Bolts“ – Vol. 14 “Nashorn“, und „Panzers at Saumur“ No.3. Die Bilder aus „Nuts & Bolts“ belegen eindrucksvoll fast jeden Bereich des Fahrzeuges.

Panzerjäger „Nashorn“

Bei der Lektüre fällt die große Anzahl der Änderungen am Fahrzeug auf, die hauptsächlich von der Truppe selbst vorgenommen wurden. Ist es noch relativ leicht, zwischen der früheren oder der späteren Ausführung zu unterscheiden, (da wären z.B. bei der früheren Ausführung der quer angebrachter Auspufftopf, die gelochten Treibräder des Pz. III und die Rohrzurrung der „Hummel), so wird es schwierig, eine hundertprozentige Aussage zu treffen, wie ein bestimmtes Fahrzeug zu diesem oder jenem Zeitpunkt ausgesehen haben mag. Gut für den Modellbauer - so bleibt immer noch Spielraum, um die Ausstattung ein wenig frei zu gestalten.  

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Panzerjäger „Nashorn“

 

Als einziges Problem erwies sich die Notwendigkeit, das Modell zerlegbar zu gestalten um ggf. Änderungen, weitere Detailierung und last but not least, problemlos lackieren zu können. So eine Voraussetzung verlängert zwar den Bauprozess, schmälert allerdings in keiner Weise den Spaß an der Sache.

Panzerjäger „Nashorn“

Panzerjäger „Nashorn“

Lackiert wurde das Modell mit Enamelfarben von Humbrol und Revell. Die Tarnbemalung wurde einer Aufnahme nachempfunden, die ich in dem Heft „N & B“ Vol. 14 auf Seite 31 fand. Man sieht zwei auf Eisenbahnwaggons verlastete „Nashörner“, die sehr stark getarnt sind. Ob die dunklen Flächen auf dem Bild grün oder braun, bzw. sowohl als auch gewesen sind, lässt sich einer SW-Aufnahme schwer entlocken.

Panzerjäger „Nashorn“

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Der Anstrich wurde dann nach einer Woche Trocknung mit X-22 clear von Tamiya versiegelt. Die Verwitterung und Abnutzungsspuren wurden mit Künstler-Ölfarben erzeugt, die Verstaubung erfolgte mit zerriebenen Pastellkreiden. Ein wenig Rost auf der Auspuffanlage, und abgeplatzte Farbe auf dem Gestänge der Geschützarretierung vervollständigen das gesamt Bild.

Panzerjäger „Nashorn“

Panzerjäger „Nashorn“

Die verbrannten Rückstände der Treibladung, die nach dem Brechen des Schusses und Auswerfen der Kartusche in den Kampfraum gelangten, hinterließen überall eine feine Rußschicht, die wurde ganz dezent mit Graphitpulver dargestellt.

Panzerjäger „Nashorn“

Andreas Maleika

Publiziert am 18. September 2020

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